!MEDIENGRUPPE BITNIK




Für Opera Calling infiltrierte Bitnik das Zürcher Opernhaus mit diversen Wanzen, welche die dortigen Aufführungen live ins Cabaret Voltaire übertrugen; von dieser Zentrale aus wurden zufällig Personen angewählt, die so die Stars in ihrer Stube zu hören bekamen. Durch den Einsatz von heutigen Überwachungsgeräten und Zufallsgeneratoren brachte die Mediengruppe spielerisch Hochkultur unters Volk, knüpfte an diverse Diskurse (Subventionen, Eigentumsrechte, Sicherheit) und wurde selbst zum Medienthema. Das Kollektiv erforscht mit seinen Interventionen und Installationen gesellschaftliche Konventionen und Kommunikation und findet im R & D ein neues Laboratorium für seine Experimente. !Mediengruppe Bitnik sind Carmen Weisskopf, Domagoj Smoljo, Silvan Leuthold, seit 2007 Sven König und Daniel Ryser und seit 2008 Adnan Hadzi und Sameer Sait; sie operieren von Zürich aus.
www.bitnik.org




Sousveillance
Ein Video-Signalempfänger empfängt ein Video-Überwachungssignal aus der unmittelbaren Nachbarschaft der Strehlgasse und überträgt dieses in den Ausstellungsraum von Schmuck Inc. Die Live-Verbindung ermöglicht einen Zugang zur "Überwachung von oben", aus Surveillance wird Sousveillance. Indem sie vorgefundene Datenräume abgreifen und offenlegen, zeigt die !Mediengruppe Bitnik verborgene Bildwelten, Innenansichten der Stadt, die ansonsten unsichtbar bleiben.






Sousveillance, 2009 


Opera Calling, 2007 


Opera Calling, 2007